
Sie engagieren sich für die Parkinson Stiftung. Was ist Ihr Antrieb?
Ich habe bei zahlreichen Terminen, Treffen und Veranstaltungen der Parkinson Stiftung sehr engagierte Menschen kennenlernen dürfen, die – oftmals aus der persönlichen Konfrontation mit der Krankheit im familiären Umfeld – alles dafür tun, auch anderen Betroffenen Hilfe und Aufklärung zukommen zu lassen. Informationen aus Forschung und Wissenschaft und neueste Erkenntnisse zum Thema sind nicht leicht zu finden. Die Parkinson Stiftung leistet hier eine elementare, wichtige und unterstützenswerte Arbeit.
Was schätzen Sie an der Arbeit der Parkinson Stiftung besonders?
Die Mitarbeiterinnen vermitteln mit ihren eingehenden, tiefgreifenden und persönlichen Gesprächen und Beratungen unendlich viel Mut und Kraft. Für die an Parkinson erkrankten Menschen und ihr engeres Umfeld ist das ungeheuer wichtig, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben gestalten zu können. Die Parkinson Stiftung vermittelt wichtige Hinweise und sinnvolle Maßnahmen bei der Betreuung, um noch wertvolle Lebensjahre erleben und – im Rahmen der Krankheit – genießen zu können.
Wie bringen Sie sich in die Arbeit der Stiftung ein? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?
Ich bin kein Wissenschaftler oder Forscher, der daran arbeiten kann, die Krankheit eines Tages hoffentlich besiegen zu können und heilbar zu machen. Aber ich bin ein Kommunikationsmensch, der helfen kann, das Wissen rund um Parkinson an Betroffene, Angehörige und Interessierte weiterzugeben, Aufklärung zu betreiben und nicht zuletzt Aufmerksamkeit zu generieren, damit weiter darin investiert wird, Parkinson zu erforschen und Therapien zu verbessern.
Das Thema Gesundheit beschäftigt Sie über das Engagement in der Parkinson Stiftung hinaus. Was sind Ihre Ziele?
Vor rund zwei Jahren habe ich in Würzburg zunächst ein Ärztenetzwerk initiiert, um ein Forum für den interdisziplinären Mediziner-Austausch zu aktuellen Herausforderungen in unserer Gesundheitsversorgung zu schaffen. Daraus resultierte im vergangenen Jahr die Gründung der DENKFABRIK Gesundheit als Verein, die wir als Unternehmen fördern und auf dem Weg gebracht haben. Ziel ist, Themen, Probleme und Fragen rund um die Rahmenbedingungen sowie zu Entwicklungen im Gesundheitswesen in der Region Mainfranken zu analysieren und Lösungsansätze für Patienten und Ärzte aufzuzeigen. Wir widmen uns mehreren Fokusthemen, darunter auch der Prävention: Wie kann man Menschen dazu animieren, mehr für ihre Gesundheit aktiv zu unternehmen? Und wie lässt sich mehr Wissen vermitteln? Hier bringen wir uns mit unserer Marketing- und Kommunikationsexpertise ein.

Ist das Thema Prävention im Zusammenhang mit Parkinson noch unterschätzt?
Obwohl es keine garantierten Präventionsmaßnahmen gegen Parkinson gibt, können ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung das Risiko möglicherweise reduzieren und einen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Dafür bedarf es der Vorsorgeuntersuchung. Für Menschen mit familiärer Vorbelastung ist es ratsam, regelmäßig neurologische Untersuchungen durchführen zu lassen, um mögliche Frühzeichen von Parkinson zu erkennen. Es ist wichtig, hierfür das Bewusstsein zu schärfen: Wichtig ist es, Parkinson frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Umso besser sind die Chancen, die bestehende Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Denn je früher die entsprechende medikamentöse Therapie begonnen wird, desto besser ist deren Wirkung.