Seit ihrer Gründung in 2019 hat sich die Parkinson Stiftung das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Parkinson-Krankheit zu heilen und die Versorgung der Patient:innen zu verbessern. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Forschung und die Förderung aussichtsreicher Forschungsvorhaben.
Wir freuen uns sehr, die Ausschreibung für die diesjährigen Innovationspreise bekannt zu geben. Mit diesen Preisen möchten wir herausragende Forschungsprojekte und innovative Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Parkinson würdigen und fördern.
Der Preis in der Kategorie klinische Forschung ist mit 100.000 € dotiert. In dieser Kategorie sollen klinische Vorhaben prämiert werden, die digitale Methoden zur Verbesserung von Diagnostik und Patient:innenbetreuung untersuchen.
Das Preisgeld ist als Starthilfe für die Verwirklichung von Schlüsselexperimenten und Projektideen in einem frühen Stadium gedacht, die aufgrund eigener Vorarbeiten aussichtsreich erscheinen, aber für klassische Förderprogramme zu risikoreich wären. Mit dem Preis möchte die Parkinson Stiftung neue Impulse in der Parkinsonforschung setzen. Themenschwerpunkte für die Innovationspreise sind daher in diesem Jahr „die Bedeutung zellulärer Immunprozesse bei der Neurodegeneration“ und „digitale Methoden in der Diagnostik und dem Monitoring der Parkinson-Krankheit“. Zusätzlich wird in diesem Jahr erstmalig ein Innovationspreis für Forschung mit dem Ziel der Prävention der Parkinson-Krankheit ausgelobt, der durch eine private und zweckgebundene Zuwendung ermöglicht wird.
Die Hauptantragstellenden sind Wissenschaftler:innen, die in ihrem Forschungsgebiet international führend sind und herausragend veröffentlicht haben. Sie müssen an einer deutschen universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung oder Universitätsklinik beschäftigt oder mit ihnen assoziiert sein. Mitantragstellende und Kooperationspartner:innen können auch im Ausland tätig sein.
Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung wird die Anträge nach dem Innovationspotential, der wissenschaftlichen Begründung und der Aussicht auf erfolgreiche Umsetzung beurteilen. Im formlosen (maximal 10seitigen) Antrag, soll neben Hintergrund, Fragestellung, Methodik und Arbeitsumfeld der Antragstellenden insbesondere auch dargestellt werden, wie das Preisgeld als Anschubförderung für die Verwirklichung der Projektziele eingesetzt werden soll. Der Antrag sollte in englischer Sprache abgefasst sein oder eine ergänzende englische Zusammenfassung beinhalten, da die Parkinson Stiftung ein internationales Gutachtendengremium zu Rate zieht.
Die Bewerbungsfrist endet am 31.05.2026.
Bewerber:innen sind eingeladen ihr Konzept in elektronischer Form mit Lebenslauf und Schriftenverzeichnis bis zum 31.5.2026 einsenden an: innovationspreis@parkinsonstiftung.de
Hier finden Sie die vollständige Ausschreibung unserer Innovationspreise.
Prof. Dr. Inga Liepelt-Scarfone und Merle Bode MSc, Hertie Institut für klinische Hirnforschung und Eberhard Karls Universität Tübingen
„Efficacy of dual-task telerehabilitation to prevent worsening in activities of daily living in people with Parkinson's disease at high risk for dementia: A proof-of-concept study“
Ein Training im häuslichen Umfeld fördert die Selbstbestimmung der Personen mit Parkinson-Erkrankung, und bieten insbesondere Personen mit Mobilitätseinschränkung die Möglichkeit zu einer Trainingsteilnahme.
Unter der Leitung von Prof. Inga Liepelt-Scarfone und M.Sc. Merle Bode (Hertie Institut für klinisch Hirnforschung, Universitätsklinikum Tübingen) wird die Machbarkeit und Wirksamkeit eines kognitiven und motorischen Trainings untersucht. Das Training richtet sich an Personen mit Parkinson-Erkrankung, die leichte kognitive Störungen haben, und infolgedessen erste Probleme in sehr komplexen Alltagssituationen bemerken. Das Training soll langfristig die Alltagskompetenz der Teilnehmenden verbessern und eine Demenz vorbeugen.
Im Jahr 2021 hat die Parkinson Stiftung erstmals den Innovationspreis für den Bereich Versorgungsforschung vergeben. Der Preis wird fortan regelmäßig zusammen mit dem Innovationspreis Grundlagenforschung vergeben.
Der Innovationspreis ist mit 100.000 € dotiert. Das Preisgeld ist als Starthilfe für die Verwirklichung von Schlüsselexperimenten und Projektideen in einem frühen Stadium gedacht, die aufgrund eigener Vorarbeiten aussichtsreich erscheinen, aber für klassische Förderprogramme zu risikoreich wären.
Die Hauptantragsteller sind Wissenschaftler:innen, die in ihrem Forschungsgebiet international führend sind und herausragend veröffentlicht haben.
Dr. Tabea Thies, Universitätsklinik Köln
Sprechmotorische Biomarker bei Morbus Parkinson
Dr. Ann-Kristin Folkerts, Universitätsklinik Köln
Ein kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ansatz zur Behandlung von Progredienzangst bei Menschen mit Morbus Parkinson
Aktueller Hinweis: Die Studie ist noch geöffnet und sucht Teilnehmer:innen. Interesse? Dann melden Sie sich gerne bei Dr. Ann-Kristin Folkerts
Hinweis zur Vergabe von Fördergeldern
Die Parkinson Stiftung vergibt Fördergelder ausschließlich im Rahmen ihrer offiziellen Ausschreibungen. Nur so können wir die Transparenz und Vergleichbarkeit unserer Förderentscheidungen gewährleisten.
Wenn Sie Fragen zur aktuellen Ausschreibung haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht unter: innovationspreis@parkinsonstiftung.de