
Unsere Geschäftsführerin Franziska Engehausen bei der Einweihung der Geschäftsstelle des PARKINSON SELBSTHILFE Landesverband Brandenburg e.V.
Wer mit Parkinson diagnostiziert wird, für den verändert sich plötzlich vieles. Neben der medizinischen Behandlung ist für Menschen mit Parkinson oft auch der Austausch mit anderen, die Ähnliches erleben sinnvoll. Fragen zu Selbsthilfe und sozialer Unterstützung gehören zu den Themen, die Betroffene am häufigsten bewegen – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Bedarf an Austausch und gegenseitigem Verständnis ist.
Selbsthilfegruppen bieten genau das: einen geschützten Raum, in dem Erfahrungen geteilt, Ängste ausgesprochen und praktische Alltagstipps weitergegeben werden können. Dieser Austausch macht Mut und kann helfen, die Betroffenen aus ihrem Schneckenhaus rauszuholen. Er vermittelt Orientierung in einer Zeit, die oft als unsicher empfunden wird, insbesondere kurz nach der Diagnose, wenn 1000 Fragen offen sind und der Wunsch nach Austausch mit Menschen in ähnlicher Lage besonders groß ist. Selbsthilfe stärkt das Selbstbewusstsein Betroffener, hilft beim Umgang mit den psychosozialen Belastungen der Erkrankung und trägt so maßgeblich zu mehr Lebensqualität bei. Nicht zuletzt helfen Selbsthilfestrukturen sich zu vernetzen und auch gegenüber Politik, Krankenkassen und Öffentlichkeit eine gemeinsame, hörbare Stimme zu erheben.
Doch nicht immer gibt es eine Selbsthilfegruppe direkt vor Ort oder die Fragen kommen nachts, wenn niemand erreichbar ist. Dem stellen wir bei der Parkinson Stiftung unsere digitalen Angebote entgegen. Unser KI-Chatbot jAImes ist rund um die Uhr für Ihre Anfragen erreichbar und hilft mit wissenschaftlich gesicherten Informationen. Zudem können Sie Ihre Fragen völlig anonym an uns stellen, da jAImes keine personenbezogenen Daten speichert. Nicht umsonst gehört „Selbsthilfe & soziale Unterstützung" zu den am häufigsten nachgefragten Themen bei jAImes.
Persönliche Selbsthilfegruppen vor Ort und digitale Informationsangebote ergänzen sich daher perfekt: Während jAImes zu jeder Stunde erste Orientierung, verständliche Erklärungen und Hilfe bei der Vorbereitung von Arztgesprächen bietet, leben Selbsthilfegruppen vom direkten Kontakt, vom gemeinsamen Erleben und Austausch – etwas, das kein digitales Angebot ersetzen kann. Für uns als Parkinson Stiftung sind beide Wege unverzichtbar im Umgang mit der Erkrankung. Denn, nur gemeinsam sind wir stark – und vereint setzen wir uns dafür ein, dass die Gesellschaft Parkinson kennt, versteht und überwindet.
Ein Beispiel für gelebte Selbsthilfe vor Ort: die Eröffnung einer neuen Geschäftsstelle
Wie wichtig strukturierte Selbsthilfe-Arbeit ist, zeigte sich bei der Einweihung der neuen Geschäftsstelle der Parkinson Selbsthilfe Landesverband Brandenburg e.V. Mit der neuen Anlaufstelle möchte der Verband “Mut machen und betroffene Menschen aus dem Schneckenhaus herausholen, in dem immer noch mehr als 90% von uns stecken,” sagt Torsten Römer, 1. Vorsitzender der Selbsthilfe. Er hofft damit noch besser ansprechbar und erreichbar zu sein für Betroffene und Angehörige.
Unsere Geschäftsführerin Franziska Engehausen war bei der Feier vor Ort und gratulierte im Namen der Parkinson Stiftung herzlich zu diesem wichtigen Meilenstein. Wir freuen uns sehr über die Einladung und den herzlichen Austausch auf Augenhöhe mit der Selbsthilfe.
Die Parkinson Selbsthilfe Landesverband Brandenburg e.V. ist Teil unseres großen Partnernetzwerkes.