
Die Parkinson Stiftung startet das innovative Projekt „Starke Grundlagen" (ehemals PowerPark), um Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen nach der Diagnose besser zu unterstützen. Ziel ist die Entwicklung der ersten strukturierten, standardisierten Parkinson-Schulung in Deutschland, die Betroffenen hilft, ihre Erkrankung besser zu verstehen und aktiv mit ihr umzugehen.
„Nach der Diagnose Parkinson stehen Betroffene und ihre Angehörigen vor vielen Fragen: Wie verändert sich mein Leben? Welche Therapien gibt es? Was kann ich selbst tun?", erklärt Franziska Engehausen, Geschäftsführerin der Parkinson Stiftung. „Bislang fehlt in Deutschland ein strukturiertes, leicht zugängliches Schulungsangebot, das diese Fragen wissenschaftlich fundiert und umfassend beantwortet. Diese Versorgungslücke wollen wir mit ‚Starke Grundlagen' schließen – damit Menschen mit Parkinson von Anfang an wissen, welche Möglichkeiten sie haben und wie sie ihre Lebensqualität erhalten können."
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Elke Kalbe und Dr. Theresia Krieger von der Abteilung Medizinische Psychologie / Neuropsychologie und Gender Studies der Uniklinik Köln entsteht ein evidenzbasiertes Schulungskonzept, das Betroffenen nach der Diagnose konkrete Orientierung bietet. Das Projekt folgt den Prinzipien der evidenzbasierten Gesundheitsforschung. Die modular aufgebaute Schulung vermittelt auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse sowohl medizinisches Wissen über die Erkrankung als auch praxiserprobte Selbstmanagement-Kompetenzen. Betroffene erhalten einen umfassenden Überblick über das Spektrum aktivierender Therapien und Angebote – von Physiotherapie über Sport bis hin zu psychologischer Unterstützung.
Die Parkinson Stiftung setzt bei diesem Projekt bewusst auf partizipative Gesundheitsforschung: Neben der Parkinson Stiftung und dem Forschungsteam der Uniklinik Köln sind renommierte neurologische Kliniken sowie mehrere Patient:innenvertretungen als Kooperationspartner:innen beteiligt. Diese verschiedenen Stakeholder:innen fungieren als „Co-Forschende" und bringen ihre wissenschaftliche, klinische und lebensweltliche Expertise in die Entwicklung ein.
Die Parkinson Stiftung begleitet das im Februar gestartete Projekt intensiv und informiert fortlaufend über den Projektverlauf. Heute findet die erste Kick-off-Veranstaltung an der Uniklinik Köln statt.