Parkinson Stiftung schreibt Innovationspreise aus: 300.000 Euro für wegweisende Forschung

Drei neue Kategorien fördern Neuroinflammation, digitale Diagnostik und erstmals Präventionsforschung.

Mitarbeiter der Universitätsklinik Würzburg bei der Forschungsarbeit (Symbolbild).
Universitätsklinikum Würzburg (Symbolbild) © Martin Reich
Forschungssituation (Symbolbild) © Kaja Grope

Projekte in präklinischer und klinischer Forschung sowie Präventionsforschung werden gefördert

Die Parkinson Stiftung setzt mit ihrer Ausschreibung der Innovationspreise 2026 wichtige Akzente in der Parkinson-Forschung. Erstmals werden drei Kategorien mit insgesamt 300.000 Euro Preisgeld ausgelobt: präklinische Forschung, klinische Forschung und – als Novum – Präventionsforschung. Jeder Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und soll als Starthilfe für vielversprechende, aber für klassische Förderprogramme zu risikohafte Forschungsvorhaben dienen.

Die Ausschreibung konzentriert sich auf zwei hochaktuelle Forschungsbereiche: die Rolle zellulärer Immunprozesse bei der Neurodegeneration und digitale Methoden in Diagnostik und Monitoring der Parkinson-Krankheit sowie die Prävention. Diese Themenschwerpunkte spiegeln die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse wider, wonach Entzündungsprozesse im Gehirn eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von Parkinson spielen. Gleichzeitig eröffnen digitale Technologien neue Möglichkeiten für eine präzisere Früherkennung und kontinuierliche Überwachung der Erkrankung.

Eine besondere Neuerung stellt der erstmalig ausgelobte Innovationspreis für Präventionsforschung dar, der durch eine private Zuwendung ermöglicht wurde. "Mit diesem Preis unterstreichen wir unser Ziel einer Welt ohne Parkinson", erklärt Prof. Jens Volkmann, Vorsitzender der Parkinson Stiftung. "Die Prävention neurologischer Erkrankungen rückt zunehmend in den Fokus der Wissenschaft – hier wollen wir Pionierarbeit fördern."

Drei Forschungskategorien im Detail

Präklinische Forschung: der Schwerpunkt liegt auf der Neuroinflammation bei Morbus Parkinson und deren Bedeutung für die Krankheitsentstehung

Klinische Forschung Förderung von Projekten mit digitalen Methoden zur Verbesserung von Diagnostik und Patientenbetreuung  

Präventionsforschung: Unterstützung von Vorhaben zur Verhinderung oder frühen Verlaufsmodifikation der Parkinson-Krankheit

Die vollständige Ausschreibung zu allen drei Preisen können Sie hier nachlesen und downloaden.

Die Ausschreibung richtet sich an international führende Wissenschaftler:innen mit herausragender Publikationsbilanz, die an deutschen Forschungseinrichtungen oder Universitätskliniken tätig sind. Kooperationen mit internationalen Partner:innen sind ausdrücklich erwünscht. Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung bewertet die Anträge nach Innovationspotential, wissenschaftlicher Begründung und Erfolgsaussichten.

Bewerbungsverfahren

Interessierte Forscher:innen können ihre formlosen Anträge (maximal 10 Seiten) einreichen. Diese sollten in englischer Sprache verfasst sein oder eine englische Zusammenfassung enthalten, da ein internationales Gutachtergremium die Bewertung vornimmt. Besonderes Augenmerk liegt darauf, wie das Preisgeld als Anschubförderung für die Projektziele eingesetzt werden soll.

Bewerbungsfrist:
Die Bewerbungsfrist endet am 31.05.2026. Interessierte sind gebeten ihre Projekte per E-Mail einzureichen: innovationspreis@parkinsonstiftung.de